Arbeitsbezogene Ambivalenz.

Arbeitszufriedenheit ist die Ursache für positive Arbeitsleistung (z.B. Judge et al., 2017; Spector, 1997). So einfach ist es leider nicht. Es gibt etwas, dass man „arbeitsbezogene Ambivalenz“ (Ziegler, Hagen, & Diehl, 2012; Ziegler et al., 2012) nennt: Die Koexistenz von positiven und negativen Evaluationen des eigenen Berufs.

Z.B. können Herz und Verstand auseinandergehen, wenn wir über unsere Arbeit nachdenken. Oder wir können sowohl positive als auch negative Gedanken mit unserer Arbeit verbinden.

Areitsbezogene Ambivalenz und Arbeitsleistung.

Arbeitsbezogene Ambivalenz in der Praxis nicht bekannt – und wenn, dann lästig, weil man nicht weiss, wie erfassen, berechnen, damit verfahren. Aber das ist entscheidend, wenn Sie Arbeitszufriedenheit in Ihrem Unternehmen erfassen. Warum? Ob ambivalente Mitarbeitende mehr oder weniger arbeitszufrieden sind, steht bei diesen Mitarbeitenden nicht im Zusammenhang mit der Arbeitsleistung. Darauf sollten Sie in Ihren Mitarbeiterbefragungen achten. Sonst ziehen Sie ggfs. für Ihr Unternehmen falsche Schlüsse und planen damit unpassende Massnahmen.

 

Ziegler, R., Hagen, B., & Diehl, M. (2012). The relationship between job satisfaction and job performance: Job ambivalence as a moderator. Journal of Applied Social Psychology, 42, 2019-2040.